Die Raumluftqualität in Innenräumen ist wichtig für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Die Raumluft wird verunreinigt mit Substanzen aus dem Stoffwechsel wie Kohlendioxid (CO₂) und einer Vielzahl von organischen Verbindungen, die über Atmung und Transpiration in die Raumluft gelangen. Zusätzlich kommen Stoffe aus Kleidung und von Körperpflegeprodukten, Partikel, Viren und Bakterien.

Diese Verunreinigungen sind unvermeidbar. Damit diese sich nicht im Raum ansammeln, muss die belastete Luft durch Lüften kontinuierlich aus dem Raum abgeführt und mit Frischluft ersetzt werden. Dies kann manuell erfolgen oder mit einem automatischen Lüftungssystem.

Wenn es draussen kalt und trocken ist, wird Feuchtigkeit im Raum durch das Lüften rasch abgeführt. Das kann zu Austrocknung und Reizungen der Schleimhäute und Haut führen. Man sollte die Räume daher nicht überheizen.

Dauerlüften bei Abwesenheit muss man vermeiden. Wenn Trockenheitsprobleme auftreten, ist eine Erhöhung der Feuchtigkeitsproduktion sinnvoll. Zum Beispiel mit geeigneten Pflanzen, offener Badezimmertür während und nach dem Duschen/Baden oder mit Luftbefeuchtern. Aber Obacht, denn zu viel Feuchtigkeit kann in älteren Gebäuden zu Kondensationen und Schimmelbefall führen.

Vor allem jetzt im Winter ist man in den Gebäuden häufig näher zusammen als draussen. Jeder Mensch scheidet beim Atmen, Sprechen, Rufen, Singen, Husten und Niesen Tröpfchen aus. In der Nähe einer infizierten Person sind die Viruskonzentrationen und die Ansteckungsrisiken am grössten. Deshalb die bekannten Corona-Regeln so wichtig. Weiter entfernt schweben nur noch die kleinsten Tröpfchen (Aerosole) gut verteilt in der Raumluft. Dadurch sind die Viren weniger konzentriert, was das Risiko für eine Ansteckung vermindert.

Damit aber das Ansteckungsrisiko über die Raumluft im Laufe der Zeit nicht zunimmt, müssen Räume stets gut mit Frischluft durchlüftet sein.


Quelle: Minergie

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