Äschen, aber auch andere Edelfische, sind hitzeempfindlich. Schon eine Wassertemperatur von über 25 Grad kann ihren Tod bedeuten. Die Hitzesommer 2003 und 2018 hatten jeweils ein regelrechtes Massensterben im Hochrhein bei Schaffhausen zur Folge. Störungen durch Boote und Schwimmer, Gewässerveränderungen sowie fehlende Rückzugsmöglichkeiten bauen noch mehr Druck auf diese Fischpopulationen auf.


Kaltwasser- und Ruhezonen als Lösungsansatz

Äschen und weitere Fischarten können mit künstlich geschaffenen Kaltwasserbereichen in Hitzesommern durchaus entlastet werden. Bereits kleinste Rinnsale, die kühles Wasser in den Rhein transportieren, werden von den Fischen gefunden und genutzt, um sich vor dem Hitzetod zu retten. Im Staubereich des Kraftwerks Schaffhausen, ist SH Power für die Umsetzung dieser ökologischen Massnahmen zuständig. Die finanziellen Mittel dafür stammen zu einem grossen Teil aus dem eigenen Ökofonds, der mit einem Rappen pro Kilowattstunde des verkauften Stroms gespeist wird.

Die bisher aufwendigste Massnahme betraf den Petribach. An der Bachmündung wurde 2003 ein Damm sowie eine Kaltwasserwanne erstellt. Der Damm sorgt dafür, dass sich das kalte Bachwasser nicht schon im Bachlauf mit dem warmen Rheinwasser vermischt.

Insgesamt drei solche Schutzmassnahmen hat SH Power umgesetzt, zu Gesamtkosten von 45'000 Franken. 75 Prozent übernimmt der Ökofonds des Stromversorgungsunternehmen in Schaffhausen, 25 Prozent der Kanton Thurgau.


Quelle: SH POWER Ökofonds

Bildquelle: Unsplash

Autor: