Am schweizerischen Stromkongress, der vollständig online stattfand, war von Beginn weg klar, dass der Strombranche grosse Bedeutung zukomme, den Umbau des Energiesystems voranzutreiben und um den Klimawandel zu stoppen. Die Schweiz müsse nicht energie-autark werden, so die Energieministerin. «Aber die Versorgungssicherheit muss garantiert sein.» Dass die Schweizer Strominfrastruktur einer Belastung, wie sie das vergangene Jahr – «ein Jahr der Prüfung» – dargestellt habe, standhalten könne. Dies schaffe in der Bevölkerung Vertrauen in die Energieversorger. «Und dieses Vertrauen brauchen wir, um unsere Ziele zu erreichen».

«Aber das Ziel der Schweiz ist nach wie vor, ein Stromabkommen mit der EU abzuschliessen». «Die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten, ist eine grosse Aufgabe, die allen Mut abverlangt.» Die öffentliche Hand müsse dahingehend Verantwortung übernehmen, dass sie Rahmenbedingungen schaffe, die es den Energieversorgern erlaube, ihrerseits die nötigen Investitionen tätigen zu können, um die Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Ein- und Aussichten aus Wissenschaft und Wirtschaft

Espen Mehlum, Leiter Wissensmanagement und Integration beim Weltwirtschaftsforum WEF zeigte den Anwesenden auf, dass die Schweiz ihre Innovationskraft und ihr Potenzial noch stärker ausnützen sollte, um sich für die Energiewende besser zu positionieren. «Die Schweiz ist zwar schon gut vorbereitet auf den Umbau des Energiesystems, aber es gibt dennoch Luft nach oben, beispielsweise die Strommarktöffnung, die sich in Norwegen sehr positiv ausgewirkt hat».

Quelle: VSE vom 26.01.2021

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