Kochen mit dem Campingkocher statt dem Induktionsherd, Kerzenlicht statt Lampenschein: Was klingt wie in einem dystopischen Film, ist zumindest ein denkbares Szenario in den nächsten Jahren. Experten warnen vor einem Mangel an Strom.

Wenn es so weit kommt, müssen wir uns auf einen weit eingeschränkteren Alltag einstellen, als wir das gewohnt sind. Genau dazu gab das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) einen Ratgeber heraus. Und die zuständige Ostral - die Organisation für Stromversorgung in ausserordentlichen Lagen - bereitet Firmen auf den schlimmsten Fall vor. Die wichtigsten Punkte:

Bevölkerung: Vorräte, Campingkocher

Als Vorbedingung sei gesagt: Eine Strommangellage ist nicht zu verwechseln mit einem kurzfristigen Blackout, bei dem es gar keinen Strom mehr gibt. Eine Strommangellage bedeutet, dass es über einen bestimmten Zeitraum zu wenig Strom gibt und die Schweiz mit gezielten Massnahmen versucht, dies zu kompensieren.

Sollte es zu einer Mangellage kommen, hat dies Auswirkungen auf Privathaushalte. Teil davon ist auch der bekannte Aufruf, eine gewisse Menge an Vorräten zu halten, zum Beispiel die berühmten 9 Liter Wasser pro Person.

Auch zum Thema Strommangellage wird das BWL sehr konkret. «Überlegen Sie sich, wie Sie mindestens ein Zimmer in Ihrem Haushalt ohne Strom warmhalten können», heisst es zum Beispiel. Oder: «Überlegen Sie sich, wie Sie eine warme Mahlzeit ohne Strom zubereiten können.» Dabei könnten Campingkocher mit Gaskartuschen, Fondue-Rechauds, Brennsprit oder ein Outdoor-Grill mit Holzkohle helfen.

Und es gibt auch Tipps, wie man sich im Fall eines Stromunterbruchs verhalten soll. Zum Beispiel soll nach sechs Stunden Stromunterbruch der Kühlschrank geleert werden. Zudem sollen Geräte wie Bügeleisen, die sich bei Wiederherstellung der Stromversorgung automatisch einschalten, entweder per Knopf ausgeschaltet werden, oder es soll der Stecker gezogen werden.


Quelle: Berner Zeitung vom 20.10.2021

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Zeitungsartikel "Könnten Sie ohne Strom eine warme Mahlzeit zubereiten?"
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