Fast auf den Tag genau wird es vier Jahre her sein, seit die Energiestrategie 2050 an der Urne angenommen wurde. Am 13. Juni steht der nächste wegweisende Volksentscheid an – zu unserer Klimapolitik bis 2030.

Die Tragweite dieses Urnengangs ist nicht minder gross, geht es doch letztlich darum, die Klimaerwärmung zu stoppen. Natürlich braucht es dafür ein globales Engagement. Es ist jedoch im ureigenen Interesse der Schweiz, beim Klimaschutz voranzugehen:

Verantwortung übernehmen: Mit dem CO₂-Gesetz setzen wir unser im Pariser Klimaabkommen zugesagtes Engagement in die Tat um. Gerade in der Schweiz ist der Klimawandel bereits heute Realität und könnte sich für unsere Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu einer existenziellen Bedrohung auswachsen. Den CO₂-Ausstoss zu senken ist deshalb eine Notwendigkeit.

Richtung vorgeben: Den Klimawandel aufhalten geht nur mit einer vollständigen Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Längerfristig müssen sich Ausstoss und Aufnahme von Treibhausgas die Waage halten. Das CO₂-Gesetz stellt sicher, dass sich die Schweiz klare Ziele gibt und auf einen CO₂-freien Pfad einschwenkt.

Massnahmen ergreifen: Die Zeit drängt. Deshalb hat der Bundesrat schon das übernächste Ziel definiert – die Klimaneutralität bis 2050. Dieses Ziel duldet keinen Aufschub der Massnahmen. Heutige Investitionen in Anlagen und Infrastrukturen werden sich auf Jahrzehnte hinaus auswirken. Das CO₂-Gesetz setzt die Anreize, damit wir ab sofort möglichst klimafreundlich handeln.

«Die Schlüsselelemente der Dekarbonisierung sind bekannt: erneuerbare Energien und Elektrifizierung.»

Die Schlüsselelemente der Dekarbonisierung sind bekannt: erneuerbare Energien und Elektrifizierung. Die Strombranche hat bewährte und innovative Lösungen im Köcher. Ambitionierte Ziele zu haben, treibt den Erfindergeist an. Die Schweiz als starker Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort hat dafür ideale Voraussetzungen – und schafft zugleich Arbeitsplätze im Inland und Absatzchancen im Ausland.

Noch fehlen jedoch die Weichenstellungen – zum einen für den Klimaschutz und zum anderen für den Umbau der Energieversorgung. Ein Zuwarten würde wertvolle Jahre kosten und die Zielerreichung in weite Ferne rücken. Später in aller Eile drastische Massnahmen umsetzen zu müssen, käme massiv teurer zu stehen – ganz zu schweigen von den Kosten des Klimawandels. Darum gilt es, jetzt zu handeln und Ja zu sagen zum CO₂-Gesetz.

Quelle: VSE vom 23.04.2021

Bildquelle: VSE

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